Drei Traktoren mit landwirtschaftlichen Geräten bearbeiten ein großes Feld unter blauem Himmel.

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Smart Farming

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der aktuell in Deutschland neu installierten Melksysteme sind Automatische Melksysteme (AMS)

53 %

der landwirtschaftlichen Betriebe nutzen bereits digitale Anwendungen im Sinne von Landwirtschaft 4.0

Smart Farming: So
arbeitet digitale Landwirtschaftheute

Die Landwirtschaft in NRW zählt zu den Vorreitern bei der Entwicklung und Nutzung digitaler Anwendungen und hat dabei nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Auge. Digitale Anwendungen können Arbeitsabläufe präziser planen sowie Dünger und Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch ausbringen. Wir zeigen Euch, wie Digitalisierung in der Landwirtschaft funktioniert und welche Auswirkungen die Technik auf Mensch, Tier und Pflanze hat.

Vom Smartphone zum Smart Farming

Für jeden von uns ist die Digitalisierung ganz selbstverständlich Teil des Alltags. Wir lassen uns von unserem satellitengestützten Navi zum Ziel führen, buchen Friseurtermine mit dem Handy oder haben Online-Besprechungen aus dem Homeoffice.

Was viele nicht wissen: Die Landwirtschaft zählt zu den Vorreitern bei der Entwicklung und Nutzung digitaler Anwendungen. Fast unsichtbar vollzieht sich in der Landwirtschaft deshalb gerade eine tiefgreifende Veränderung. Du hast bestimmt schon einmal von der Industrie 4.0 gehört. Gemeint ist damit die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Gleiche passiert auch in der Landwirtschaft. Sensoren erfassen Maschinen-, Tier-, Pflanzen- oder Wetterdaten. Spezielle Programme berechnen daraus Geräteeinstellungen, den Gesundheitsstatus von Schweinen und Kühen, Futter- und Düngemengen oder warnen vor Pflanzenkrankheiten. Kurz: Smart Farming hilft dabei, Äcker effizienter zu bewirtschaften, Böden gesund zu erhalten und Tierherden zu überwachen. Digital Farming zahlt damit nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit ein. Noch wichtiger sind die damit verbundenden Effekte auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Tierwohl.

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Digitalisierung im Pflanzenbau

Der Satellit weiß was wächst

Im Pflanzenbau sind die ersten Stufen der Digitalisierung bereits weit verbreitet. Etwa die Hälfte aller heute verkauften Mittelklassetraktoren ist mit sogenannten Spurführungssystemen ausgestattet. Diese Navigationsgeräte für den Acker nutzen die gleichen GPS-Satellitensignale wie das Navi in Deinem Pkw, übernehmen im Traktor aber gleichzeitig die Lenkung.

Sie steuern den Traktor entlang einer virtuellen Linie auf 2 cm genau – zuverlässig, eine Spur neben der anderen, den ganzen Tag und wenn es sein muss, auch in der Nacht. Das entlastet nicht nur den Fahrer, der nur noch Kontrollaufgaben übernimmt, es schont auch den Boden und spart viel Kraftstoff. Denn die extrem genaue Lenkung vermeidet, dass Streifen doppelt bearbeitet werden.

Traktor pflügt ein riesiges Feld mit parallelen Reihen unter einem blauen Himmel mit Wolken.

Quelle: CLAAS KGaA mbH

Gänsefüsschen

Es gibt keine Überlappung beim Abfahren des Feldes, keine Unter- oder Überdosierung von Dünger- oder Pflanzenschutzmitteln mehr, womit wir das Risiko senken, Resistenzen zu erzeugen. Wir haben hier ein bis drei Prozent Betriebsmittelersparnis, 10 bis 30 Euro Ersparnis pro Hektar und eine starke Entlastung der Fahrer.

– Hugo Hölken, Landwirt aus Münster

Älterer Mann mit grauen Haaren in roter Winterjacke vor schwarzer Tür mit Fenster.

Apropos düngen. Digitale Anwendungen können helfen, Düngebedarf und Ausbringmengen für einzelne Teilflächen genauer zu planen.

Mit Spezialkameras ausgestattete Satelliten oder Drohnen machen Aufnahmen von den Pflanzenbeständen und eine Software errechnet daraus deren Versorgungszustand. Dadurch kann der Landwirt exakt berechnen, wie viel Dünger er ausbringen muss.

Noch genauer wird es, wenn der so errechnete Düngeplan direkt an den Jobrechner eines Düngerstreuers weitergegeben wird. Der kann dann automatisiert und nachhaltig, an jeder Stelle des Feldes die exakte Düngemenge ausbringen.

Der Streuer kann die berechnete Düngemenge teilflächenspezifisch ausbringen. Solassen sich Überlappungen vermeiden und Ausbringmengen genauer am ermittelten Bedarf ausrichten.

Roter Traktor verteilt Dünger auf einem Feld mit farbigen Feldern zur Ertragskartierung.

Quelle: Kverneland Group Deutschland GmbH

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Pflanzenschutz gezielter planen

Kameras, Drohnen und Satellitenbilder helfen, auffällige Bereiche im Bestand zu erkennen. Sie liefern Hinweise für die Kontrolle auf dem Feld. Ob und welche Maßnahme folgt, entscheiden LandwirtInnen anhand der Kultur, des Wetters, der Zulassung und ihrer fachlichen Einschätzung.

Grünes landwirtschaftliches Sprühgerät besprüht Pflanzen auf einem Feld unter blauem Himmel.

Quelle: AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH Co. KG

Wie funktioniert Smart Farming in der Praxis?

Spot Farming:

Spot Farming bedeutet: Technik unterstützt dabei, Unterschiede innerhalb eines Feldes zu erkennen und Maßnahmen möglichst genau zu planen. Besonders bei Reihenkulturen wie Mais oder Zuckerrüben können Kameras Nutzpflanzen und Unkräuter unterscheiden. Die DLG nennt unter passenden Bedingungen Herbizideinsparungen von bis zu 70 Prozent. Diese Zahl gilt nicht pauschal: Kultur, Unkrautdruck, Technik und Witterung entscheiden mit.
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‍Weiterlesen: Drohnen in der Landwirtschaft
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Quelle:Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG): „Smart Farming für nachhaltigeLandwirtschaft: Satellitentechnik und Sensoren“ (o. J.) (https://www.dlg.org/magazin/trend-in-digital-systems-und-ki/nachhaltige-produktivitaetssteigerung-satellitentechnik-und-sensoren)‍

Echte Einzelpflanzenbehandlung:

Grundlage für solche Systeme sind sehr genaue Daten über die Art der Pflanzenerkrankung bzw. das konkurrierende Unkraut sowie den Standort der einzelnen Pflanze.

Per GPS werden die Pflanzen lokalisiert, hochauflösende Kameras ermöglichen das Unterscheiden von Unkraut und Nutzpflanze. Multispektrale Kameras, Spektrometer, Thermalkameras und Fluorometer erfassen zusätzlich den Stress der Kulturpflanzen. Mittelfristig erhoffen sich die Wissenschaftler, daraus Rückschlüsse auf den Krankheitsbefall von Kulturpflanzen, um Behandlungsempfehlungen erstellen zu können.

Die für diese spezielle Art der Pflanzenbehandlung notwendige Technik ist über das Prototypenstadium hinaus und befindet sich derzeit im Feldtest. Der „SmartSprayer“ von Amazone kann zum Beispiel einzelne Unkräuter in Reihenkulturen gezielt identifizieren (Grün-in-Grün-Erkennung) und behandeln. Die am Gestänge angebrachten Kameras erkennt in Millisekunden vorhandene Unkräuter in einem sehr frühen Wachstumsstadium. Eine speziell entwickelte LED-Lichttechnologie unterstützt die Pflanzenerkennung bei schwierigen Lichtverhältnissen auch nachts.

Eine Alternative zur unmittelbaren Koppelung von Unkrautbestimmung und Pflanzenschutzmaßnahme ist die Kombination von Drohnenaufnahmen und  punktgenauer Pflanzenbehandlung. Als Erstes erstellt eine Drohne Aufnahmen der zu behandelnden Fläche und überträgt sie an eine Analysesoftware. Diese erkennt und lokalisiert Unkräuter. Im zweiten Arbeitsschritt kommt die Pflanzenschutzspritze ins Spiel. Mit den gewonnenen Daten lässt sie sich exakt steuern und bringt nur dort Mittel aus, wo auch tatsächlich Unkräuter stehen.

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Bereits Alltag auf dem Acker

Hugo Hölken, ist 54 Jahre alt und Landwirt im Münsterland. Er bewirtschaftet 70 Hektar, hält 24.000 Stück Geflügel und betreibt zwei Windkraftanlagen sowie eine Photovoltaik-Anlage, mit denen er Hof und Haus selbst versorgt. Daneben ist er seit vielen Jahren politisch aktiv und ehrenamtlich tätig im Finanzausschuss und im Klimabeirat der Stadt Münster, im Westfälisch-Lippischen Arbeitgeberverband (WLAV) und im Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster tätig. In diesen Funktionen setzt Hölken sich ein für die Digitalisierung der Landwirtschaft. Seine Hauptanliegen sind der Ausbau der 5G-Technologie im ländlichen Raum sowie die Etablierung von Förderprogrammen für die Digitalisierung. Die Technologie und ihre Förderung sind für ihn der Schlüssel für den erfolgreichen landwirtschaftlichen Strukturwandel.

Gleichzeitig, betont er, sei aber auch ein gesellschaftlicher Wandel nötig, damit diese Transformation gelingen könne. Dabei gehe es zum einen darum, den Landwirt als Unternehmer anzuerkennen und auch darum, von Seiten der Landwirtschaft Aufklärungsarbeit zu leisten, um so die vielen Vorurteile zwischen Stadt und Land abzubauen. Schließlich müsse sich auch das Denken der Politik ändern. Erste konkrete Schritte sieht Hölken in der Verlegung von Glasfaser-Leitungen und im verstärkten Ausbau von 5G.

‍Hölken setzt seit 15 Jahren RTK (englisch: real time kinematic) ein und konnte seine Effizienz dadurch unmittelbar um 15 Prozent steigern. Er verweist dabei auf das enorme Potential dieser Technologie. Bei einem flächendeckenden Einsatz dieser Technologie wären enorme Potentiale zu heben.

Mann in roter Jacke öffnet schwarze Haustür mit Glaseinsatz in Backsteinhaus.
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Gänsefüsschen

Smart Farming ist das größte Umweltschutzprogramm der letzten Jahre! Wir, die Landwirte, können nicht zurück und wollen uns nun an die Erfordernisse des Klimaschutzes anpassen. Für den Erfolg der nächsten Generation ist das die Grundvoraussetzung.

– Hugo Hölken, Landwirt aus Münster

Kein altes Eisen

Weil der chemische Pflanzenschutz nicht unumstritten ist, setzen LandwirtInnen verstärkt auf mechanische Unkrautbekämpfung. Mit Hacke und Striegel werden Unkräuter entfernt, ausgerissen oder verschüttet. Sie sind dann keine Konkurrenz mehr für den Mais, die Zuckerrübe oder das Getreide.

Früher brauchte es dafür eine ruhige Hand beim Lenken der Geräte, um nicht die Kulturpflanzen zu schädigen. Heute erkennen Bildverarbeitungssysteme die Reihen und sorgen dafür, dass das Hacken auch wirtschaftlich wieder interessant ist. Sie ermöglichen trotz großer Arbeitsbreiten Fahrgeschwindigkeiten bis 15 km/h und entlasten den Fahrer.

Blauer und oranger landwirtschaftlicher Pflug auf einem gepflügten Feld unter blauem Himmel.

Quelle: AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH Co. KG

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Gänsefüsschen

Früher war alles anders, aber nicht alles besser! Wir müssen das Gute von früher mit dem Besten von heute verbinden. Wir können heute Unkraut wieder hacken statt spritzen und sind nicht mehr allein auf den Einsatz von Herbiziden angewiesen. Das schont nicht nur die Pflanze, sondern gleichzeitig Flora und Fauna – wie zum Beispiel den Bodenbrüter Kiebitz.

– Hugo Hölken, Landwirt aus Münster

Autonome Technik:
Was heute möglich ist

Lenk- und Assistenzsysteme gehören auf vielen Betrieben zum Alltag. Vollautonome Maschinen sind dagegen vor allem bei klar abgegrenzten Aufgaben im Einsatz oder in der Erprobung. Sicherheit, rechtliche Vorgaben, Netzabdeckung und Wirtschaftlichkeit entscheiden darüber, ob sie auf einem Betrieb sinnvoll arbeiten können.

Was hat funktioniert – und was bleibt ein Spezialfall?

Im Betriebsalltag verbreitet sind vor allem GPS-Spurführung, digitale Ackerschlagkarten, Wetter-Apps und Sensoren an Maschinen. Sie helfen LandwirtInnen, Arbeitsgänge zu planen, Flächen zu dokumentieren und Maschinen genauer einzusetzen.

Vollautonome Feldarbeit und eine flächendeckende Einzelpflanzenbehandlung werden dagegen bisher nur für bestimmte Aufgaben und unter passenden Bedingungen eingesetzt. Hohe Investitionen, fehlende Schnittstellen zwischen Systemen, offene Fragen zu Datenrechten sowie eine lückenhafte Mobilfunkabdeckung können den Einsatz begrenzen.

‍Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): „Digitalisierung im Ackerbau“ (2024), 1. Auflage, Artikel-Nr. 0693 ‍
‍(
https://www.ble-medienservice.de/simpledownloa…7a41f19/)

Autonomer Traktor mit Raupenantrieb pflügt ein großes, offenes Feld unter blauem Himmel.

Quelle: Torsten Wobser

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Drei autonome landwirtschaftliche Roboter mit roten Rädern auf einem gepflügten Acker.

Quelle: Torsten Wobser

Praxisbeispiel: Kameragesteuerte Hacktechnik und Agrarroboter

Bei der mechanischen Unkrautregulierung führen Kameras Hackgeräte entlang der Pflanzenreihen. Nach Angaben der DLG können kameragesteuerte Systeme die übliche Arbeitsgeschwindigkeit von etwa 4 bis 6 km/h auf 8 bis 10 km/h und mehr erhöhen. Kleine Agrarroboter werden vor allem eingesetzt, wenn präzises Hacken gefragt ist. Hohe Anschaffungskosten und begrenzte Flächenleistung beschränken sie bislang häufig auf Spezialkulturen und ausgewählte Aufgaben.

Weiterlesen: Agrarroboter und KI

Quelle: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG): „Mechanische Unkrautregulierung – Technik für die Praxis, DLG-Merkblatt 449“ (2019)
(https://www.dlg.org/mediacenter/dlg-merkblaetter/dlg-merkblatt-449-mechanische-unkrautregulierung-technik-fuer-die-praxis-1)‍

Zwei autonome Roboter bearbeiten ein Feld mit jungen Pflanzen vor Bergen unter blauem Himmel.

Quelle: Naïo Technologies

Grüner Roboter erntet Pflanzen in Reihen auf einem weiten Feld unter blauem Himmel.

Fahrerlose
Feldroboter
im Einsatz

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Digitalisierung in der Tierhaltung

Melken, wenn es der Kuh gefällt

Automatische Melksysteme (AMS), sogenannte Melkroboter, sind ein echter Fortschritt in der Milchviehhaltung. Nicht der Mensch bestimmt, wann gemolken wird – die Kuh entscheidet, wann und wie häufig sie gemolken werden möchte. Das entspricht den natürlichen Bedürfnissen einer säugenden Kuh.

Mehr als 50 Prozent aller aktuell in Deutschland neu installierten Melksysteme sind AMS – Tendenz steigend. Das liegt nicht nur daran, dass AMS Bauern und Bäuerinnen von schwerer Arbeit entlasten. Melkroboter unterstützen sie auch dabei, ihre Tiere gesund zu halten und richtig zu füttern.

Denn der Melkroboter erfasst bei jedem Melken wichtige Gesundheitsdaten. Dazu gehören die Milchmenge, deren Leitfähigkeit sowie den Fett- und Eiweißgehalt der Milch. Aber auch die Bewegungsaktivität, die Ruhezeiten oder die abgerufene Kraftfuttermenge stehen dem Landwirt zur Beurteilung der Gesundheit eines jeden Tieres zur Verfügung. So kann er schwere Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln. Natürlich kann er die Daten jederzeit und an jedem Ort per Tablet oder Smartphone einsehen.

Person holding tablet with smart livestock farming data while cows eat hay in the background.

Quelle: Torsten Wobser

Smart Farming heute: Was auf den Höfen angekommen ist

Nach der Bitkom-DLG-Studie von 2024 nutzen 69 Prozent der Betriebe GPS-gesteuerte Maschinen. 36 Prozent bringen Dünger teilflächenspezifisch aus, 30 Prozent Pflanzenschutzmittel. 79 Prozent der Befragten sehen Digitalisierung als Chance für ihren Betrieb. Für VerbraucherInnen zeigt das: Smart Farming ist kein einzelnes Gerät, sondern das Zusammenspiel von Daten, Maschinen und Erfahrung auf dem Hof.
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Weiterlesen: Smart Farming und Digital Farming
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‍Quelle: Bitkom und Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG): „Digitalisierung im Betrieb: Status quo“ (2024) (https://www.agritechnica.com/de/news/digitalisierung-im-betrieb-status-quo)
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Kreisdiagramm zeigt Digitale Anwendungen in Landwirtschaft 4.0: 53% im Einsatz, 24% diskutiert, 6% geplant, 16% kein Thema.

Quelle: Bitkom e.V. / Bitkom Research 2016

66 % Landwirtschaft sieht Digitalisierung als Chance, 13 % als Risiko, 19 % sehen keinen Einfluss.

Quelle: Bitkom e.V. / Bitkom Research 2016

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Bitkom-Studie: Digitalisierung in der Landwirtschaft

Landwirte nutzen die Chancen

Landwirte nutzen die Chancen - Ob Hightech-Landmaschinen, Agrar-Apps, Robotik oder Drohnen – Digitalisierung und Smart Farming sind heute ein fester Bestandteil der Landwirtschaft. Mehr als 8 von 10 landwirtschaftlichen Betrieben (82 Prozent) in Deutschland setzen digitale Technologien oder Anwendungen ein. Weitere 10 Prozent planen oder diskutieren dies.

Das hat eine repräsentative Studie zur Digitalisierung der Landwirtschaft ergeben, für die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) mehr als 500 Landwirte in Deutschland im Frühjahr 2016 befragt wurden. „Die Digitalisierung ist ein zentraler Bestandteil für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Wenn etwa Sensoren einen gezielten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ermöglichen, werden nicht nur Boden und Umwelt geschont, sondern zugleich Ernte und Ertrag gesichert“, betont Andreas Schweikert, Bereichsleiter Landwirtschaft bei der Bitkom e.V..

Mann sitzt am Schreibtisch und betrachtet eine Karte mit farbigen Markierungen am Computerbildschirm.

Quelle: AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH Co. KG

Besonders weit verbreitet sind aktuell GPS-gesteuerte Landmaschinen, die von 45 Prozent der Landwirte genutzt werden. Unter den Betrieben, die Nutztiere halten, sind intelligente Fütterungssysteme mit 46 Prozent bei fast jedem Zweiten im Einsatz. 40 Prozent aller Landwirte arbeiten mit Agrar-Apps für das Smartphone oder Tablet, ebenfalls 40 Prozent steuern ihren Betrieb mithilfe von Farm- oder Herdenmanagement-Systemen. Eine intelligente und teilflächenspezifische Ausbringung von Pflanzenschutz- oder Düngemitteln ist bereits bei jedem Dritten (32 Prozent) im Einsatz – so werden Ressourcen und die Umwelt geschont.

Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) nutzt Sensortechnik, etwa zur tierindividuellen Überwachung oder zur Messung von Klima-, Boden- und Pflanzendaten. 19 Prozent setzen auf vorausschauende Wartung, bei der mit Sensoren und Datenanalyse drohende Ausfälle von Anlagen und Maschinen frühzeitig erkannt werden. Auf etwas geringerem Niveau bewegt sich bezogen auf alle Betriebsarten der Einsatz von Robotertechnik (12 Prozent). Allerdings setzen bereits 21 Prozent der Milchviehbetriebe Melkroboter ein. Drohnen werden von jedem zehnten (11 Prozent) Landwirt genutzt.

Quelle: Bitkom

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Digitale Technik richtig einordnen

Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Sie hilft, wenn die Daten verlässlich sind, Systeme zusammenarbeiten und LandwirtInnen die Ergebnisse fachlich einordnen können. Wolken können Satellitenbilder einschränken; Trockenstress kann Sensorwerte beeinflussen. Deshalb ersetzt Technik weder Erfahrung noch den Blick auf die Pflanze.

Smart Farming: Nutzen entsteht im Alltag

Der Nutzen digitaler Technik zeigt sich vor allem dann, wenn sie eine konkrete Aufgabe besser unterstützt: beim präzisen Lenken, bei der Dokumentation, beim Erkennen von Pflanzenunterschieden oder bei der mechanischen Unkrautregulierung. Sie kann Wissen und Erfahrung auf dem Hof ergänzen, aber nicht ersetzen.Auch bei der Bodenbearbeitung kann digitale Spurführung unterstützen. Beim Strip-Till wird nur der spätere Saatstreifen gelockert. Präzise Fahrspuren helfen, Bearbeitung und Aussaat aufeinander abzustimmen. Ob das Verfahren passt, hängt unter anderem von Boden, Fruchtfolge und Technik ab.

‍Weiterlesen: Strip-Till-Verfahren

Landwirtschaft 4.0 beschreibt den Einsatz digitaler Technik auf dem Hof und auf dem Feld. Dazu gehören GPS-Spurführung, Sensoren, digitale Ackerschlagkarten, Drohnen, automatisierte Melksysteme und Programme, die Daten für Entscheidungen nutzbar machen.

Smart Farming ist ein Teil der digitalen Landwirtschaft. Technik sammelt zum Beispiel Daten zu Boden, Wetter, Pflanzen oder Tieren. LandwirtInnen können Arbeitsgänge dadurch genauer planen und schneller auf Veränderungen reagieren.

GPS und Sensoren helfen, Dünger, Saatgut oder Pflanzenschutzmittel gezielter auszubringen. So lassen sich Überlappungen vermeiden und Maßnahmen besser an den Bedarf einer Fläche anpassen. Ob und welche Maßnahme nötig ist, entscheiden weiterhin LandwirtInnen anhand der Situation vor Ort.

Nein. Automatische Melksysteme übernehmen wiederkehrende Arbeitsschritte und erfassen Daten wie Milchmenge oder Aktivität der Kuh. Die Verantwortung für Tierkontrolle, Fütterung, Pflege und Entscheidungen bleibt bei den Menschen auf dem Betrieb.

Lenk- und Assistenzsysteme gehören auf vielen Betrieben zum Alltag. Vollautonome Maschinen werden bisher vor allem für klar abgegrenzte Aufgaben eingesetzt oder erprobt. Sicherheit, Kosten, rechtliche Vorgaben und eine verlässliche Mobilfunkverbindung entscheiden mit über ihren Einsatz.

Jeder Betrieb arbeitet unter anderen Bedingungen. Betriebsgröße, Tierhaltung oder Kulturen, vorhandene Maschinen, Kosten, Datenschnittstellen und Netzabdeckung beeinflussen, welche Technik sinnvoll ist. Digitalisierung ist...

Mann steuert eine Landmaschine in einer Kabine mit Displays und Steuergerät bei Dämmerung

Quelle: CLAAS KGaA mbH

Luftaufnahme von Mähdrescher und Traktor bei der Maisernte auf einem Feld.

Quelle: CLAAS KGaA mbH

Fendt-Steuergerät mit Display, Joystick, Tasten und Armlehne für Traktorbedienung.

Quelle: FENDT / AGCO GmbH

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Glossar

Precision Farming:

Statt davon auszugehen, dass ein großes Feld an jeder Stelle die gleichen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen liefert, unterteilt Precision Farming die Fläche in viele Teilschläge und behandelt diese auch individuell. Voraussetzung dafür ist die Möglichkeit, eine Fläche zu kartieren, Eigenschaften wie Ertrag, pH-Wert oder Nährstoffgehalte zu ermitteln und später mit entsprechenden Maschinen teilflächenspezifisch zu düngen bzw. zu bearbeiten.

Smart Farming - Digitalisierung der Landwirtschaft:

geht einen Schritt weiter. Daten werden nicht erst erfasst, an anderer Stelle verarbeitet und erst später, z.B. beim Düngerstreuen, genutzt. Smart Farming erhebt Daten in Echtzeit, verrechnet sie und leitet daraus unmittelbar Handlungsempfehlungen ab. Smart Farming bedeutet im Grunde die Digitalisierung der Landwirtschaft und ist sozusagen "Landwirtschaft 4.0". Auch die Digitalisierung in der Landwirtschaft schreitet immer weiter voran. So gibt es beispielsweise Anbaugeräte für Traktoren, deren Sensoren während der Überfahrt die Lichtreflexion eines Pflanzenbestandes messen und abhängig von diesem Wert unmittelbar unterschiedliche Düngermengen ausbringen.

Digital Farming/Farming 4.0:

Bindet unter anderem die Möglichkeiten des Internet ein und ergänzt die bestehenden Verfahren um:

  1. Die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (Vernetzung von Maschinen)
  2. Das Cloud-Computing (Bietet große Rechnerleistung und Speicherkapazität)
  3. Künstliche Intelligenz (KI) und Big-Data-Analysen (Sinnvolle Analyse großer Datenmengen)
  4. Die Robotik mit mobilen und stationären Einheiten (Autonomes Arbeiten)

Künstliche Intelligenz (KI):

Im Bereich der Maschinenanwendung heißt: Maschinen lernen aus aufgezeichneten und ständig aktualisierten Daten, indem sie nach Mustern oder wiederkehrenden Strukturen suchen. Daraus werden Verfahrensschritte abgeleitet, die sich bei veränderter Datenlage anpassen.

Kurz: Ein Muster erkennendes, selbständig lernendes und letztlich auch Entscheidungen treffendes System.

Chancen der Digitalisierung:

Hier gilt es, zwei Größen gegeneinander abzuwägen. Zwar haben wir es bei der Digitalisierung der Landwirtschaft mit den bekannten Risiken rund um komplexe Datenschutzrichtlinien und IT-Sicherheit zu tun, doch überwiegen hier klar die Chancen der Landwirtschaft der Zukunft. Sie ist ressourcenschonender, nachhaltiger und effizienter. Sie ist ökologischer und ökonomischer. Und das Wichtigste: Nur sie ist zukunftsfähig. Mit jedem Schritt in Richtung digitale Landwirtschaft wachsen ihre Potentiale und damit auch die Chancen.

Landschaftspflege:

Sie ist ein wichtiger Baustein des Naturschutzes in Deutschland und wird über das Bundesnaturschutzgesetz definiert. So sollen durch aktive und passive Maßnahmen natürliche und naturnahe Flächen gestaltet und gepflegt werden. Das Ziel ist der Erhalt der Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaftspflege. Die Landwirtschaft als Wirtschaftssektor steht hier in besonderer Verantwortung, denn nur eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft ist mit diesen Zielen vereinbar. Die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse kann hier viel Gutes beisteuern.

Agrarroboter:

Sie sind die nächste Generation moderner Landtechnik und unentbehrlich für die Automatisierung landwirtschaftlicher Prozesse. Ob das Ausbringen von Saatgut oder Pflanzenschutzmitteln, die Unkrautbekämpfung oder die Bewässerung, die Kartierung von Bonituren oder die Ernte – diese Tätigkeiten führen Agrarroboter autonom aus und sind dabei weitaus effizienter als der Mensch. Sie sammeln und verarbeiten Daten in Echtzeit, leiten durch künstliche Intelligenz selbstständig nächste Arbeitsschritte ab und setzen diese bis hin zur einzelnen Pflanze um. Das spart Zeit, Geld und viel Muskelkraft. Dabei reicht das Spektrum vom großen Feldroboter bis hin zur kleinen Drohne.

Landwirtschaftliche Drohne:

Sie ist das unverzichtbare Universalwerkzeug der digitalen Landwirtschaft. Per Smartphone gesteuert oder autonom lassen sich mit ihr Applikationskarten erstellen, Düngemittel ausbringen, Wetterdaten sammeln, Schädlinge vertreiben oder Wildtiere oder Gelege vor der Mahd im Feld aufspüren. Durch ihre im Vergleich zu größeren Agrarrobotern geringen Anschaffungskosten und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist sie einer der wichtigsten Bausteine für die flächendeckende Digitalisierung der Landwirtschaft.

Applikationskarten:

Bonitur der Anbaufläche nötig, also eine qualitative Untersuchung und anschließende Kartierung der Fläche. Das Ergebnis ist die Applikationskarte, die Grundlage von modernem Ackerbau. Durch die digitale Erstellung der Karten durch Satelliten oder Drohnen kann jedes landwirtschaftliche Unternehmen mit geringem finanziellen Aufwand wertvolle Zeit sparen und natürlich Geld.

Prozessoptimierung:

Wie in allen Wirtschaftsbereichen spielt die Prozessoptimierung auch für die Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Durch KI-gestütztes Datenmanagement und Cloud-Computing wird beispielsweise der Betrieb von Agrar-Robotern gesteuert und dabei immer weiter optimiert. So lassen sich einzelne Arbeitsschritte genauer steuern, dokumentieren und aufeinander abstimmen.

5G:

Mobilfunkstandard, der seit 2019 in Deutschland ausgebaut wird und nach und nach den LTE-Standard ablösen soll. 5G ist Voraussetzung für die Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen und notwendige Bedingung für die Digitalisierung der Landwirtschaft. Die Herausforderung für die Netzbetreiber besteht nun darin, die Netzabdeckung nicht nur im urbanen, sondern auch im ländlichen Raum zu gewährleisten und so den Grundstein für die Transformation der Landwirtschaft zu legen. Dies wird aber wohl noch einige Zeit dauern. So hat beispielsweise die Deutsche Telekom zu Beginn der Ausbauphase angekündigt, bis 2025 mindestens 99 Prozent der Bürgerinnen und Bürger und 90 Prozent der Fläche der Bundesrepublik zu versorgen.

Tierwohl:

Ist eine Brancheninitiative aus dem Jahr 2015. Mehr Tierwohl ist aber auch eine politische Forderung und genauso eine gesellschaftliche Erwartung. Die Digitalisierung der Landwirtschaft und moderne Sensorik bieten die Chance, dieses Ziel flächendeckend und durch nachvollziehbares, standardisiertes Qualitätsmanagement zu erreichen.

Digital Animal Farming:

Beschreibt die Digitalisierung der Tierhaltung in der Landwirtschaft und hat, neben der Steigerung der Produktion, auch das Tierwohl zum Ziel. Mittels Sensoren werden unterschiedlichste Daten gesammelt und ausgewertet. So könne eine differenzierte Analyse des Stallklimas vorgenommen und Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität individuell gesteuert werden. Ein anderer Aspekt ist die Möglichkeit der individuellen Überwachung von Tieren. Erkrankungen von Tieren werden nicht nur sehr früh erkannt, und damit auch das Risiko minimiert, dass Krankheiten auf andere Tiere übertragen werden.

Einzelpflanzenbehandlung:

Mod-Roboter schaffen das, was von Hand, mit konventionellen Landmaschinen und im laufenden Betrieb ohne sie kaum möglich ist: die individuelle Pflege einzelner Pflanzen. Grundlage dafür sind die simultan gesammelten Daten, die dem Roboter Aufschluss über Parameter wie den PH-Wert und den Bewässerungszustand des Bodens oder auch über etwaigen Schädlingsbefall der Pflanze liefern. Diese Feldroboter identifizieren auch Unkraut rund um eine einzelne Pflanze und können es mechanisch entfernen. Die Technik kann Pflanzenschutzmaßnahmen gezielter ausrichten.

RTK / Echtzeitkinematik:

RTK (englisch: real time kinematic) beschreibt das Verfahren zur präzisen Positionskoordinatenbestimmung durch Satellitennavigation in Echtzeit. Grundvoraussetzung dafür ist die 5G-Technologie, denn nur sie erlaubt die Verarbeitung dieser Daten in Echtzeit. Hierfür wird mit mindestens fünf Satelliten kommuniziert, wodurch bis auf wenige Zentimeter genau navigiert werden kann.

Carbon Farming:

Elementarer Baustein regenerativer Landwirtschaft. Durch Carbon Farming soll dem Boden kontinuierlich Kohlenstoff zurückgeführt werden und so langfristig neuer Humus gebildet werden. Dies ist notwendig, da der Nährstoffgehalt der landwirtschaftlich genutzten Böden stetig abnimmt – und das durch die konventionellen Bodenbehandlungsmethoden immer schneller. Um es den Böden zu erlauben, sich zu erholen, muss die Fruchtfolge ausgeweitet werden, zum Beispiel durch den Anbau von Zwischen- und Deckfrüchten. Sie sind in der Lage, Stickstoffe aus der Luft in ihrem Wurzelwerk zu binden. Es geht hierbei also nicht nur um die Reduktion, sondern auch um die Kompensation des CO2-Ausstoßes. Dieser Ansatz ist nicht nur vor dem Hintergrund des Naturschutzes und der Biodiversität interessant, sondern eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben auch im Kontext des anziehenden Handels mit CO2-Zertifikaten völlig neue Perspektiven und mögliche Einnahmequellen.

Regenerative Landwirtschaft:

Bezeichnet den landwirtschaftlichen Ansatz, der sich mit der Regenerationsfähigkeit des Bodens und mit dem Erhalt der Biodiversität​​​​​​​ im Boden beschäftigt. Die Regenerative Landwirtschaft verbindet Ideen aus den Bereichen Agrarökologie, Permakultur, ökologischer Landwirtschaft, Agroforstwirtschaft und Renaturierungsökologie. Wichtigstes Element dieses Ansatzes ist die Praxis der Dauerbegrünung. Dadurch, dass landwirtschaftliche Flächen zu keiner Zeit brachliegen, wird dem Boden ganzjährig möglichst viel organisches Material zugeführt. Das verbessert die Qualität der Humusschicht sowie ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern. Außerdem ermöglicht es eine bessere Durchwurzelbarkeit und minimiert das Risiko von Erosion. So zählt auch die Methode Carbon Farming zur Praxis Regenerativer Landwirtschaft.

EU Carbon Farming Initiative:

Vorstoß der EU-Kommission zur politischen Realisation und europaweiten Etablierung von Carbon​​​​​​​ Farming. Dabei geht es um zum einen um technische Fragen, wie die der Ausarbeitung und Definition von Messungsstandards, aber auch um finanzielle Aspekte, wie praktikable Vergütungsmodelle für Landwirtschaftsbetriebe oder auch Förderprogramme. Um diese Initiative voranzutreiben, hat etwa Frankreich angekündigt, das Thema Carbon Farming im Rahmen seiner Ratspräsidentschaft zu einer seiner Hauptprioritäten zu machen. Ein Legislativvorschlag der EU-Kommission wird bis Ende 2022 erwartet.

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