Georg Schulze Dieckhoff

Landwirt aus Münster-Sprakel

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Kleine und große Stellschrauben drehen für den Klimaschutz

Seit 35 Jahren ist Georg Schulze Dieckhoff Landwirt. Seinen Beruf, zusammen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb im Münsteraner Stadtteil Sprakel, hat er von seinem Vater geerbt. Und genauso gibt er diesen nun an seinen Sohn weiter. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der Landwirtschaft ist Georg Schulze Dieckhoff bewusst, dass der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist und dass er nicht tatenlos zuschauen kann. „Ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas für das Klima zu tun, denn ich möchte einen Betrieb weitergeben, der zukunftsfähig ist und den mein Sohn weiter bewirtschaften kann.“

Landwirt aus Münster-Sprakel

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Georg Schulze Dieckhoff

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Gänsefüsschen

„Ich habe viele Möglichkeiten, an kleinen, aber auch an großen Stellschrauben auf meinem Betrieb etwas für den Klimaschutz zu tun.“

Gemeinsam mehr tun

Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun – und gemeinsam oft noch viel mehr. Nach diesem Prinzip blickt Georg Schulze Dieckhoff auf seinen Betrieb: „Ich habe viele Möglichkeiten, an kleinen, aber auch an großen Stellschrauben auf meinem Betrieb etwas für den Klimaschutz zu tun.“ Konkret setzt er beispielsweise die sogenannte Strip Till Technik ein, wobei nur der Saatstreifen bearbeitet wird und die Zwischenbereiche unbearbeitet bleiben. Bei der Düngung und Wässerung seiner Äcker setzt er auf neue Technologien, um Ressourcen zu sparen. „Im Ackerbau konnten wir unsere Düngung bereits um 30 % reduzieren und haben immer noch eine der Fläche und den Pflanzen angepasste Düngung.“ Zudem arbeitet er eng mit einem anderen Hof zusammen: „Ein Nachbar baut eine Biogasanlage, in der die Reststoffe unserer beiden Betriebe optimal verwertet werden können. Diese Kooperation ist gut fürs Klima und lohnt sich wirtschaftlich.“

Dem stimmt auch Caroline Labonte zu, die Referentin für Ressourcenschutz, Klima und Wasser bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die den Hof Schulze Dieckhoff in Fragen des Klimaschutzes berät. „Diese Biogasanlage ist nur für Gülle und Mist und wir haben damit einen großen Vorteil: Denn sie fängt Treibhausgase, die bei normaler Lagerung in die Atmosphäre abgegeben werden, auf und nutzt diese energetisch.“ Sich Feedback von ExpertInnen wie Caroline Labonte zu holen, sieht Georg Schulze Dieckhoff als eine weitere wichtige Maßnahme im Klimaschutz. Denn so gewinnt er eine umfassende Klimabilanz für all seine Erzeugnisse. „Wir schauen uns nicht nur den Betrieb an, sondern auch all seine Erzeugnisse. Wenn wir die Bilanz für einen Liter Milch errechnen wollen, schauen wir uns den Milchviehbetrieb an, aber auch woher der Dünger kommt“, erklärt die Referentin. Den Hof Schulze Dieckhoff lobt sie als einen modernen Betrieb, der sich sensibel mit Ressourcennutzung auseinandersetzt.

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