Edamame – die grüne Sojabohne ist besonders unter Vegetariern und Veganern sehr beliebt und als Vorspeise aus Sushi-Restaurants bekannt. Die aus Japan stammende Bohne wird inzwischen auch von deutschen Landwirten angebaut, doch sie ist immer noch ein Nischenerzeugnis. In diesem Beitrag verraten wir, wie die gesunde, leckere Bohne entsteht und wie Du sie ganz einfach für verschiedene Rezepte zubereiten kannst.
Was ist eigentlich Edamame?
Edamame ist eine aus Japan stammende Bohne und ihr Name bedeutet übersetzt Stängelbohne (eda – Stängel und mame – Bohne). Die Edamame ist eine unreif geerntete Sojabohne, die durch Kochen in Salzwasser für den Menschen verdaulich wird. Aufgrund ihrer Unreife ist sie im Vergleich zur gereiften Bohne grün und knackig und hat einen leicht nussigen Geschmack. Edamame eignet sich nicht zur Zubereitung von Sojamilch oder Tofu – dazu muss die Sojabohne noch länger reifen.
Vom Anbau zur Ernte
Standort und Boden: Die Sojabohne stammt ursprünglich aus wärmeren Klimazonen und mag es daher warm. Bei der Auswahl des Standorts sollte das Feld möglichst sonnig und windgeschützt sein. Die Pflanze mag zudem einen lockeren, humusreichen Boden.
Aussaat und Pflanzung: Aufgrund der Wärmeansprüche der Sojapflanze beginnen wir die Aussaat erst Mitte oder Ende Mai, wenn die Außentemperaturen gewöhnlich nicht mehr unter 10 Grad Celsius fallen. Wir säen das Saatgut in Reihen etwa 4 cm tief ein. Die Sojabohne ist wählerisch, was ihre Nachbarn angeht. Während sie sich in der Nähe von Gurken, Kartoffeln und Kohl wohlfühlt, wächst sie schlechter, neben Erbsen, Möhren oder Zwiebeln. Nach einer Keimzeit von etwa 10 Tagen durchbricht die Jungpflanze den Boden. Weil auch Hasen und Vögel die Sojabohne sehr mögen, schützen wir sie überirdisch mit einem Netz oder einer Folie.
Wachstum der Pflanze: In der Wachstumsphase zwischen Aussaat und Ernte entwickelt sich die Pflanze zu einem kleinen, bis zu 80 cm hohen Busch. Die Pflanze benötigt viel Wasser und muss an heißen Tagen beregnet werden – dabei ist der Wasserbedarf nach der Blütezeit am höchsten. In den ersten Wochen nach der Pflanzung konkurriert die Sojabohne mit anderen Unkräutern um Licht – deshalb gehört Unkrautvernichtung zur Pflege der Jungpflanzen. Die Sojapflanze ist gegenüber Schädlingen sehr resistent und braucht neben der Bewässerung nur wenig Aufmerksamkeit.
Ernte: Nach etwa zwei Monaten, wenn die Bohne noch grün ist und kleine Haare trägt, ist die Edamame erntereif und wird per Hand geerntet.
Lagerung: Nach der Ernte verpacken wir die Bohnen frisch für den Einzelhandel oder die Gastronomie. Die Bohne lässt sich auch problemlos einfrieren und so länger haltbar machen.
Nährstoffe von Edamame
Edamame enthält sehr viel Eiweiß, Ballaststoffe, Mineral- und Spurenelemente sowie Omega-Fettsäuren und hat kaum Kalorien. Das macht Edamame zu einer echten Superbohne, die aufgrund ihrer Nährstoffkombination gerade in der veganen und vegetarischen Küche sehr beliebt ist.
Rezepte mit Edamame
In Japan wird Edamame traditionell als Vorspeise gereicht. Dazu werden die Bohnen etwa fünf Minuten in Salzwasser gekocht und abschließend mit Meersalz bestreut. Gegessen wird am Ende jedoch nicht die Schale, sondern nur die innenliegenden Bohnen. Diese Zubereitung eignet sich auch perfekt als gesunder Snack für Zwischendurch. Doch es gibt auch viele andere Rezepte, in denen Du Edamame verwenden kannst.
Edamame-Salat: Koche die Edamame etwa fünf Minuten samt Schale in Salzwasser und pelle sie anschließend. Wasche Rucola oder einen Salat Deiner Wahl, Zucchini und Möhren. Schneide Zucchini und Möhren und feine Streifen und rühre eine Vinaigrette an. Alle Zutaten mischen und nach Wunsch mit Ziegenkäse oder gerösteten Nüssen servieren.
Edamame-Hummus: Klassischer Hummus wird mit Kichererbsen zubereitet, doch Edamame eignet sich als Substitut dieser Zutat. Dazu einfach die Edamame kochen und die Bohnen aus der Schale lösen. Zusammen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Koriander pürieren – und fertig.
Gemüse-Bowl mit Edamame: Die Edamame wie gewohnt kochen und von der Schale befreien. Quinoa in Salzwasser kochen und Zucchinischeiben in Olivenöl in einer Pfanne leicht dünsten. Eine halbe Avocado in Streifen schneiden und alle Zutaten in einer Schüssel arrangieren. Als Dressing eignet sich klassischer Hummus. Anstelle der Zucchini und Avocado kannst Du auch mit anderen Gemüsesorten variieren und auch die Quinoa ist nicht gesetzt – alternativ eignen sich Reis oder Hirse in diesem Rezept.
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