Unser Rezept für leckere Stutenkerle Back Dir einen Weck-Bauern!

Manche kennen ihn als Weckmann, andere nennen ihn Stutenkerl, Klaaskerl, Piefekopp, Dambedei oder Weggbopp. Gemeint ist das leckere Hefeteiggebäck in Form eines Mannes, das – je nach Region – typischerweise zu Sankt Martin oder zum Nikolaustag gegessen wird.

Wir haben ein leckeres Weckmann-Rezept inklusive Vorlage für dich und eine Idee, wie Du ihn mit einer Kuchengabel in einen Weck-Bauern verwandelst.  

Die Geschichte des Weckmanns

Der Weckmann ist eine alte Tradition in Deutschland, doch sie hat schon einige Wandel hinter sich. Ursprünglich fällt der Weckmann auf sogenannte Gebildebrote zurück. Gebildebrote wurden bereits im Mittelalter für Menschen gebacken, die aufgrund von Krankheit oder anderen Gründen nicht an der Heiligen Messe teilnehmen konnten.

Die Form beziehungsweise Bilder der Gebäcke wurden immer an die jeweiligen Feste und christlichen Bräuche angepasst. Eines dieser Gebäcke wurde im Gedenken an den Bischof Nikolaus von Myra geschaffen: Ein Mann mit einem Bischofsstab in der Hand. Er war bekannt dafür, mit den Armen zu teilen, und zu diesem Anlass feiern wir bis heute Nikolaus.

In vielen Regionen werden Weckmänner auch am 11. November zum Gedenktag des Sankt Martin verteilt. Nach einem gemeinsamen Laternenumzug durch die Straßen wird an die teilnehmenden Kinder ein Weckmann verschenkt.

Doch wo ist der Bischofsstab?

Unsere heutigen Weckmänner haben oft gar nichts in den Händen und wenn, dann ist es eine Pfeife – von einem Bischofsstab ist nichts zu sehen. Es gibt verschiedene Vermutungen, wie es zu diesem Wandel kam. Eine Erklärung lautet, dass mit der Reformation im 15. Jahrhundert eine Abwendung von der katholischen Kirche stattfand und damit einhergehend auch typische Symbole wie Bischofsstäbe nicht mehr genutzt wurden. Andere Quellen sagen, dass ein Bäcker im 18. Jahrhundert keine Bischofsstäbe für seine Weckmänner auftreiben konnte und ganz pragmatisch günstige Tonpfeifen umdrehte und sie als Stabersatz verwendete.

Warum ein Weck-Bauer

Wie die Geschichte zeigt, können Gebäckstücke aus Weckteig unterschiedliche Formen annehmen. Gemeinsam hatten all diese Gebäcke, dass sie einem Zweck dienten: Sie sollten an etwas erinnern oder Dankbarkeit ausdrücken. Ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse gäbe es kein Mehl, keine Hefe, Eier und Milch – und ohne sie auch keinen Weckmann. Wie wäre es also in diesem Jahr mit einem Weck-Bauern als Anerkennung für die Landwirte, die unsere Lebensmittel erzeugen?

Stutenkerl Rezept für leckere Stutenkerle in der Weihnachtszeit

Unser leckeres Rezept für Weckmänner

Unsere Weckmänner schmecken lecker knusprig und mit einem einfachen Trick verwandelst Du sie in Weck-Bauern. Stecke ihnen statt einer Pfeife einfach eine kleine Kuchengabel in den Arm. So wird aus Deinem Weckmann ein Weck-Bauer.

Mit unserer ausdruckbaren Schablone für Weckmänner gelingt Dir das Formen der kleinen Hefemännchen ganz leicht: Schablone für Weckmänner downloaden und ausdrucken.

Zutaten für zwei (große) Weckmänner:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 100 g Zucker
  • 100g zerlassene Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Abgeriebene Schale einer halben Zitrone oder Zitronenaroma

Außerdem:

  • 1 Eigelb
  • 10 Rosinen (oder alternativ Schokolinsen)
  • 2 Kuchengabeln
  • 1 ausgeschnittene Schablone

Zubereitung der Weckmänner

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefe hineinbröseln und mit der Milch, etwas Zucker und Mehl zu einem Vorteig verrühren. Zugedeckt etwa 15 Minuten gehen lassen. Die zerlassene Butter, Ei, Zitronenschale, Salz und das restliche Mehl und Zucker mit dem Vorteig zu einem glatten Hefeteig verkneten, bis dieser sich von der Schüssel löst. Wenn der Teig noch klebt, ein wenig Mehl hinzugeben.

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 30 bis 60 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech zurechtlegen. Den Teig in zwei oder mehre Stücke teilen und etwa 1,5 cm hoch ausrollen. Die ausgeschnittene Weckmann-Schablone auflegen und mit einem Messer drumherum schneiden.

Die Gabel als Mistgabel in den einen Arm drücken und Augen sowie Knöpfe mit den Rosinen in den Teig drücken. Einen Mund einritzen und alles mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Weitere 10 Minuten ruhen lassen und auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten goldbraun backen lassen.

Am besten schmecken Weckmänner am gleichen Tag, abgedeckt kannst Du sie jedoch auch gut noch am nächsten Tag essen.

Quelle: Backvergnügen wie noch nie – Gräfe und Unzer

Hefeteig ist die Grundlage für leckere Stutenkerle

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