Erneuerbare Energien in der Landwirtschaft

Gewinnung klimafreundlicher Ressourcen

Jetzt anschauen

Erneuerbare Energien

Ackerbau und Tierhaltung – das assoziieren die meisten Menschen mit Landwirtschaft. Doch landwirtschaftliche Betriebe gehören auch zu den wichtigsten Produzenten erneuerbarer Energien. Denn Landwirtinnen und Landwirte haben früh die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Betriebe erkannt, aktiv zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Mit unserer Hofgeschichte zeigen wir, wie Landwirtschaft und Energiewirtschaft zusammenwirken.

Gewinnung klimafreundlicher Ressourcen

im Video-Portät

Erneuerbare Energien in der Landwirtschaft

J E T Z T A N S C H A U E N J E T Z T A N S C H A U E N J E T Z T A N S C H A U E N
Gänsefüsschen

„Ein Energiewirt ist ein Landwirt, der außerhalb der konventionellen Bereiche Tierhaltung und Ackerbau arbeitet. Wir produzieren über regenerative Maßnahmen Strom und Wärme.“

Knapp die Hälfte (41%)1 des in Deutschland verbrauchten Stroms stammt aus erneuerbaren Energien und anteilig 17,4 % der Wärme aus erneuerbarer Wärme2. Ein substanzieller Anteil davon entsteht auf landwirtschaftlichen Betrieben in Photovoltaik-, Solarthermie-, Windkraft- und Biogasanlagen sowie in der Forstwirtschaft. Auf diese Weise versorgen Landwirtinnen und Landwirte ihre eigenen Betriebe und die Gesellschaft mit Strom und Wärme und senken die Emissionen klimaschädlicher Gase.

2022 erzeugten beispielsweise Windkraft- und Photovoltaikanlagen 21,7 % und 10,9 % des Bruttostroms in Deutschland. Zudem entstanden in 9.600 Biogasanalagen1 weitere 8.2 % des Bruttostroms und als Nebenprodukt Wärme. Jede Biogasanlage produziert im Schnitt 190 KW und versorgt somit etwa 450 Haushalte mit Strom und 100 mit Wärme. Im Vergleich zur Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen sparen erneuerbare Energien pro Jahr 232 Millionen Tonnen2 CO2  ein.

Das Potenzial erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft ist aus drei Gründen besonders groß: Erstens, weil neue, effizientere Anlagen die Energieausbeute verbessern und deshalb besonders große Effekte auf den weiten landwirtschaftlichen Flächen haben. Zweitens, weil beide Wirtschaftsbereiche – also Energie- und Nahrungsmittelerzeugung – immer häufiger ineinandergreifen, wenn beispielsweise Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf Weiden für Nutztiere installiert sind oder als Schutz für Obstbäume fungieren. Und drittens, weil erneuerbare Energien nicht nur über die Einsparungen von Emissionen das Klima schützen, sondern weiteres Potenzial für Natur und Artenvielfalt bieten. Ein Beispiel ist die Pflanzung von Blühwiesen für die Artenvielfalt, die nach ihrer Blüte als Biomasse für Biogasanlagen dienen.

Regenerativ zu arbeiten ist im Beruf der Landwirtin und des Landwirts verankert. Energie nachhaltig zu erzeugen, ist also eine Selbstverständlichkeit in der Landwirtschaft und leistet nachhaltige Beiträge für Natur, Gesellschaft und Landwirtschaft.

Quellen:

1) Statistisches Bundesamt 2020

2) Umweltbundesamt 2023

Das moderne Landleben:

Schlafendes neugeborenes Ferkel mit rosa Haut und geschlossenen Augen.

Blogartikel

Mehr erfahren
Foto-Team dreht draußen auf einem Weg, während eine Person einen Hund auf dem Gras hält.

Hofgeschichten

Mehr erfahren
Kalb zeigt Zunge, schwarzer Fleck über dem Auge, gelbes Ohrschild mit Nummer 60169.

Erklärfilme

Mehr erfahren
Frau prüft Pflanzen in einem grünen Getreidefeld an einem sonnigen Tag.

Entdecke
Landwirtschaft 4.0

Mehr erfahren