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Ernte gut, alles gut - so gelingt eine Getreideernte

Ernte gut, alles gut – so gelingt eine Getreideernte

Die Ernte ist für jede Bauern-Familie der Höhepunkt des Jahres. Bis dahin ist es allerdings jedes Jahr aufs Neue eine schweißtreibende Angelegenheit und nicht selten auch eine Zitterpartie. Hier erfahrt ihr, was für eine erfolgreiche Getreideernte nötig ist und wie diese genau abläuft. 

Der Ackerbau in Deutschland besteht zum größten Teil aus Getreide bzw. Körnerfrüchten. Dazu zählen unter anderem Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Triticale, Hafer, Ackerbohnen, Erbsen, Soja, Mais und noch einige mehr. Grundsätzlich lassen sich die Pflanzen in Speise- und Futterpflanzen unterteilen. So dient zum Beispiel Wintergerste als Tierfutter und Sommergerste zum Brauen und Backen. Mehr über den konkreten Unterschied könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Wann ist Zeit zu ernten?

Die Getreideernte beginnt meist im Juni und endet im August. Mais dagegen wird erst im späten Herbst ab Oktober gedroschen. 

Für die Ernte müssen die Ähren zunächst reif sein. Das sind sie, wenn sie sich leicht nach unten neigen und die Körner in den Ähren hart geworden sind. Beim Futtergetreide Triticale sieht es sogar so aus, als würden die Körner aus der Ähre rausfallen. 

Als erstes ist die Wintergerste reif. Danach folgen Raps, Dinkel, Roggen, Hafer, Triticale sowie Weizen. Ihnen schließen sich die Leguminosen wie Ackerbohnen oder Soja an. Abgeschlossen wird die Getreideernte mit dem Mais. 

Die Feuchtigkeit muss stimmen

Wichtig ist neben der Reife, dass die Körner so trocken wie möglich sind. Sonst würden sie später zu schimmeln beginnen. In der Regel sollte das Getreide maximal 14,5 % Kornfeuchte aufweisen (der Wert variiert zwischen den Sorten), um gedroschen werden zu können. Die Feuchtigkeit wird mit Proben vom Feld bestimmt. Dazu werden die Körner zermahlen und in ein spezielles Messgerät gegeben. 

Es kann gut vorkommen, dass ein plötzlicher Schauer alle Erntepläne über den Haufen wirft. Ob ein Feld gedroschen wird oder nicht, wird oft sehr kurzfristig und witterungsabhängig entschieden. Dementsprechend angespannt sind viele Landwirt:innen während der heißen Phase der Ernte. 

Aus der Not heraus kann es schon mal vorkommen, dass “nass” gedroschen werden muss. Das bedeutet, dass trotz einer eigentlich zu hohen Kornfeuchte geerntet wird. Dann muss das Getreide anschließend maschinell getrocknet werden. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, aber mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Jetzt fehlt nur noch…

Das Getreide ist reif und trocken. Optimal, dann nichts wie los! Ach, da fehlt ja noch… der Mähdrescher! Wenn ihr denkt, dass jeder Hof einen eigenen Mähdrescher besitzt, dann liegt ihr nicht so ganz richtig. Diese große Maschinen sind viel zu teuer, um zum Standard-Fuhrpark eines jeden Hofes zu gehören.

Sie gehören meist Lohnunternehmen, die im Auftrag der Landwirt:innen die Felder abernten. Diese sind während der Erntezeit dementsprechend gefragt. Gute Organisation ist hier das A und O. 

 

Wie geht es danach weiter? 

Schließlich ist es dann wieder geschafft. Die Erleichterung ist immer unendlich groß, wenn alles unter Dach und Fach ist. Dann schmeckt auch das Feierabendbier doppelt so gut! 

Die Arbeit auf dem Feld ist damit aber nicht vorbei. Teilweise wird noch Stroh gepresst und vom Feld gefahren. Außerdem werden die Felder bearbeitet, damit das Ausfallgetreide keimen kann.

Schließlich heißt es dann wieder:

 

Vor der Ernte ist nach der Ernte. 

(copy 1)
Gastautorin und MAG DOCH JEDER Botschafterin Verena Hirsch

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